Uhrzeit schreiben im Deutschen

In Deutschland gibt es klare Regeln, aber auch einen Unterschied zwischen dem, was die DIN-Norm sagt, und dem, was wir im Alltag tatsächlich tun.

Hier ist der Überblick über die gängigsten Schreibweisen:

1. Der Standard nach DIN 5008

Die offizielle Norm für Geschäftskorrespondenz und Technik ist das 24-Stunden-Format mit Doppelpunkt.

  • Format: hh:mm oder hh:mm:ss
  • Beispiel: 14:30 Uhr
  • Vorteil: International verständlich und verhindert Verwechslungen zwischen Vormittag und Nachmittag.

2. Die traditionelle deutsche Schreibweise

In literarischen Texten, Einladungen oder informellen Briefen sieht man oft den Punkt statt des Doppelpunkts.

  • Format: hh.mm
  • Beispiel: 14.30 Uhr
  • Hintergrund: Dies war lange Zeit der Standard im Duden, bevor die DIN-Norm den Doppelpunkt (ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum und der Technik) priorisierte.

3. Die gebräuchlichste Form

Wenn du heute eine E-Mail schreibst oder einen Termin vereinbarst, ist der Doppelpunkt im 24-Stunden-Format am weitesten verbreitet.

KontextSchreibweiseBeispiel
Offiziell / Business24h mit Doppelpunkt09:15 Uhr
Journalismus / Privat24h mit Punkt09.15 Uhr
Fahrpläne / Digital24h mit Doppelpunkt18:45

Wichtige Feinheiten

  • Das Wort „Uhr“: Im Deutschen setzen wir das Wort „Uhr“ hinter die Zeitangabe (15:00 Uhr), nicht davor wie im Englischen (o’clock).
  • Führende Null: Bei einstelligen Stunden (z. B. 9 Uhr) wird die Null in Fließtexten meist weggelassen (9:15 Uhr), in Tabellen oder digitalen Anzeigen zur besseren Ausrichtung aber mitgeschrieben (09:15 Uhr).
  • 12-Stunden-Format: Wir nutzen es zwar ständig beim Sprechen („Wir treffen uns um halb vier“), aber wir schreiben es fast nie mit „AM/PM“. Stattdessen schreibt man zur Klarheit 15:30 Uhr oder fügt Zusätze hinzu wie „nachmittags“ oder „morgens“.

Tipp: Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nutze immer den Doppelpunkt und das 24-Stunden-Format. Damit liegst du im modernen Deutschland nie falsch.